Christina Schmid
Vita
Blog



Utopia Parkway in 1432 Bildern

Dank an die Fotografen:
Demian Bern
Kurt Laurenz Theinert
Daniela Wolf

Viel mehr unter → www.exp-edition.com

Auszüge aus den Newslettern →

Diese Woche im UTOPIA PARKWAY:

Unterschiedliche Ideen nehmen Form an und machen den UTOPIA PARKWAY zu einem kommunikativ lebendigen, kreativ neugierigen und experimentell offenen Ort interdisziplinärer Zusammenarbeit:

Die Stuttgarter Videokünstler Florian Clewe und Leon Filter sind seit dem ersten Moment dabei, indem sie täglich durch das Quartier streifen, das Projekt und den Rückbau des Areals dokumentieren. Ihr Kompressionsraum ist unter anderem offenes Atelier, Ausstellungsraum, Ort für performative Kunst und steht in Verbindung mit einem weiteren Projekt, das auch im Kontext von UTOPIA PARKWAY, entstand:

PFAU! meint Plattform für angewandte Utopien und trifft sich jeden Mittwoch um 19.30 Uhr im UTOPIA PARKWAY zum Austausch. Mittwoch, den 23. Februar veranstalten sie ein Speed-Meet für Einsteiger.

Die Frankfurter Konzeptkünstlerin Swetlana Gerner veranstaltet gemeinsam mit den Akteuren des Kompressionsraums am Dienstag, den 22. Februar um 20 Uhr eine Lesung mit Kurzgeschichten auf engstem Raum zwischen Waschbecken und Klavier.

Tamtam am Donnerstag:
Offene Studios und Programm

Die Donnerstage kreieren die wöchentlichen Höhepunkte im UTOPIA PARKWAY. Diese Woche, den 24. Februar stehen die Studios ab 19 Uhr Interessierten offen. Ab 20 Uhr findet die Finissage der Gruppenausstellung der Karlsruher Künstler Beck, Roters und Börsig statt. Um 20 Uhr zeigt die Künstlergruppe FAXEN ihre Sound-Performance »Antischall« im Interventionsraum, die bereits im Herbst 2010 auf der Ars Electronica zu erleben war. Um 21 Uhr findet die Performance des Künstlers Florian Rautenberg aus München statt.

Anschließend freut sich die »Hypno Vereinsbar« über Besuch, Durst und den interessierten Diskurs.

UTOPIA PARKWAY – The art must go on!

Es geht weiter – und zwar schon heute! Der erste Satellit des UTOPIA PARKWAY wird im Projektraum der Akademie Schloss Solitude in der Römerstraße 2 eröffnet. Neue Visionäre reisen in wenigen Tagen an. Die alte Passage holt der Bagger (ab Mittwoch).

Montag, 14. März

Zum Auftakt in der Römerstraße lädt ab 17 Uhr backsteinhaus produktion zur TanzImpro mit live Musik. Ab 20.30 Uhr geht es weiter mit Steffen Dix (braintoasters) elektro loop + TanzImpro.

In der Marienpassage hat sich Joel Micah Miller ein Fotostudio eingerichtet. Von 18 bis 20 Uhr werden dort die Künstler des UTOPIA PARKWAY porträtiert – gestylt, schön oder schmutzig. SHOOT THE ARTIST!

Nachdem sich die Macher vom Ausstellungsraum Regenbogen in den letzten Tagen hinter Vorhängen und Rauch zum Filmdreh zurückgezogen haben, öffnen sie am Abend ein letztes mal ihre Tür zur Finissage mit anschließender Party.

Dienstag, 15. März

»Tischlein deck dich« heißt es in der Römerstraße 2 ab 11 Uhr: backsteinhaus produktion veranstaltet eine Frunch/Frimpro, eine TanzImpro mit live Musik zum Frühstück.

Seit dem Wochenende sind die Texte des Straßenpoeten Christian Steiner in der Passage des UTOPIA PARKWAY zu lesen. Am Dienstag führt sich Christian Steiner in der Passage anders auf: Ab 20 Uhr bietet er Gitarre, Gesang und Geschwätz zwischen Konzert und Kleinkunst dar – unplugged, denn der Strom ist bereits abgestellt.

Mittwoch, 16. März

In der Römerstraße 2 präsentiert backsteinbaus produktion ab 14 Uhr eine TanzImpro mit der Sprecherin »Apfelputtel«. Ab 21 Uhr geht es weiter mit der TanzImpro »Die Froschkönigin« – mit live Musik.

Die Plattform für angewandte Utopien PFAU! lädt um 19.30 Uhr Utopisten aller Art zum kreativen Austausch ein – ebenfalls in die Römerstraße 2. Den Auftakt macht die Figurenspielerin Pauline Drünert mit einer kleinen Schnapsgeschichte in ihrer Bauchladenbar.

Außerdem im UTOPIA PARKWAY:

In der Marienpassage sind noch bis Dienstag die Arbeiten von Karima Klasen, Esther Hagenmaier, Patricija Gilyte, Helmut Dietz und Christian Steiner zu sehen.

Der bevorstehende Abriss wird für die Künstlerinnen Isis Chi Gambatté und Ina Brandmaier besonders spannend:

Isis Chi Gambatté dokumentiert Abriss und Wiederaufbau des Gebäudekomplexes. Die Video- und Audiodokumentationen sind nur über QR-Codes, die rund um die Marienpassage angebracht sind, zu erreichen.

Ina Brandmaier dokumentiert mit ihrer Installation von Senklot-artigen Bruchstücken aus dem Abrisshaufen die Eigendynamik des Gebäudes. Mittels einer Schreibvorrichtung und einer Schreibfläche auf dem Boden des Raumes werden Erschütterungen visualisiert.

Heute, Samstag, 26. März –
Der letzte Tag im UTOPIA PARKWAY!

Den Showdown im Utopia Prakway gestalten um 20 Uhr der Philosoph Prof. Frithjof Bergmann und der Komponist und Musiker Oliver Prechtl. Das Zusammentreffen zur gemeinsamen Performance Lecture gibt bereits einen Ausblick auf das große Überthema des Jahres: es geht um Arbeit. Prof. Frithjof Bergmanns Gedanken zu »Arbeit - Untergang oder Aufstieg?« (Arbeitstitel) werden von Oliver Prechtls live loop research »Rondo Downmix« (Arbeitstitel) durchwoben. Die im Vortragsprozess entstehende Audioproduktion verbindet Thesen und Samples in einer kompletten CD-Manufaktur vor Ort.

Eva Bredow und Julia Lenzmann präsentieren ihre im UTOPIA PARKWAY entstandenen Filmaufnahmen des Musikvideos zu »Lylla Ametischd, der Kreisel« von Jonny Shit, frei nach Eduard Mörike aus »Die schöne Lau«.

Anna Gohmert zeigt die Aufzeichnungen der verschiedenen Ein-Wort-Ping-Pong-Dialoge am Ort ihrer Entstehung, dem Café Soli.

Das Projekt »Perfo-Mobile« von Byung Chul Kim, Sylvia Kitanova, Miriam Bauer, Janica Smija, Julia Wallenmeier und Andrea Eva Gyori findet in öffentlichen Pappkartons statt. Darin macht jeder, was er am Besten kann: Hände massieren, Tee servieren, Puppen tanzen lassen oder einfach lachen.

Liebespaarmörder, Hildegard, die Mistkugel, eine Improvisationsmaschine
und viel TAMTAM!

Rund 30 Künstler werden diese Woche im UTOPIA PARKWAY zu Gast sein und ihre Projekte vorantreiben. Die meisten Ateliers sind offen konzipiert und laden zum spontanen Besuch ein. Ein Konzentrat der gelebten Utopien sowie Vernissagen und Performances gibt es im Rahmen von TAMTAM! am Donnerstag ab 16 Uhr.

Kaspar Wimberley und andere Kreative geben den Startschuss:
im Rahmen einer alternativen Stadtführung durch das Marienviertel suchen sie ab 16 Uhr nach Drachen auf den blinden Flecken der Stadtkarte und veranstalten einen Wettlauf mit Dominosteinen.

Manuel Krumrain wird am frühen Abend zur Improvisationsmaschine. Besucher können zu ihm in den Raum kommen und ihn mittels Sprache, Mimik, Gestik oder mitgebrachten Materialien zum Improvisieren bringen.

Klaudia Dietewich und Barbara Karsch-Chaïeb laden zum Baklawa-Kränzchen ein. Mit ihrer Arbeit begeben sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit des Gebäudes und des Raumes, der ehemaligen Café-Bar Gecko.

Bei der Vernissage von Isabell Zirbecks Ausstellung können Besucher Gegenstände vorbeibringen, in die Ausstellung integrieren und Dinge von anderen mitnehmen. Der Raum wird damit zu einem Ort des Zusammentreffens und des Mitmachens.

Die Künstlerin und Dozentin für Performance Dorothea Seror interagiert mit einfachen und eindrücklichen Mitteln und unter hohem Körpereinsatz mit dem Publikum. Im UTOPIA PARKWAY wird sie aus Materialien der anderen anwesenden Künstler und aus Fundstücken der Umgebung »Hildegard, die Mistkugel« herstellen.

Um 20 Uhr lädt der Kompressionsraum an der Schnittstelle zwischen UTOPIA PARKWAY und Baustelle zur Vernissage der Ausstellung »Die Liebespaarmörder« ein und verweist auf die kommenden Montage, an denen abends im offenen Atelier »Kollektiv-Collagen« geschaffen werden.

The art goes on – im Utopia Subway!

Der UTOPIA PARKWAY zieht weiter – und zwar schon heute! Aber keine Sorge – nur ums Eck. Bis 26. März werden neue Visionäre ihre Utopien im und um den ehemaligen Subway an der Ecke Tübingerstraße / Sopienstraße verwirklichen. Utopisten und Neugierige finden hier das Office mit seinen Listeninstallationen, die bürokratische Strukturen ad absurdum treiben. Telefonisch ist das Office für die Teilnehmer zukünftig zu erreichen unter: 0176.36930306. Ebenfalls hier eröffnet Juliane Herr eine charmante Kaffee-Lounge. Das Künstlerhotel mit all seinen Annehmlichkeiten bleibt dem UTOPIA PARKWAY erhalten. Nach wie vor serviert hier der Künstler Bjung Chul Kim in seinem Humorrestaurant täglich ab 14 Uhr (lustiger jedoch ab 17 Uhr) koreanische Speisen – gegen Bezahlung oder guten Humor.

Donnerstag, 17. März

Der Straßenpoet Christian Steiner führt sich heute besonders auf: Ab 19 Uhr lädt er mit Gitarre, Gesang und Geschwätz zwischen Konzert und Kleinkunst zum TAMTAM! in die neuen Räume ein.

Freitag, 18. März

Seit Mittwoch flaniert Wolf D. Schreiber durch Stuttgart und fotografiert Kunstorte. Seine Appropriation-Art-Serie »Draußen vor der Tür« ist ab Freitag Nachmittag im UTOPIA PARKWAY zu sehen.

An fünf aufeinander folgenden Tagen stellen sich fünf Akteure der TARTproduktion in einer Versuchsanordnung die Behauptung des Textkörpers I AM WHAT I AM nach – jeweils um 20 Uhr für 20 Minuten. Am Freitag unternimmt Bernhard Linke den ersten Versuch.

Samstag, 19. März

Um 20 Uhr unternimmt Johanna Niedermüller von TARTproduktion den zweiten Versuch: I AM WHAT I AM.

Sonntag, 20. März

Die bevorstehenden Abrissarbeiten bilden den Ausgangspunkt für das Projekt des Neuen Saarbrücker Kunstvereins: Durch gezielte Eingriffe, Erweiterungen und Manipulationen wird die mehrstöckige Architektur auf ihren Abriss vorbereitet. In einer abschließenden Konzertsituation wird der gesamte Gebäudekomplex am Sonntag um 17 Uhr in Schwingungen versetzt und zu seinem baldigen Einsturz ermutigt.
Gemäß der schwäbischen Sonntagstradition veranstaltet Daniel Beerstecher ab 19 Uhr die dritte Ausgabe der Spätzle Connection unter dem Motto: SELBER SCHABEN. Im Anschluss präsentieren die im UTOPIA PARKWAY tätigen Künstler ihr Arbeitsspektrum.

Um 20 Uhr stellt sich Robert Atzlinger im Rahmen der Versuchsreihe von TARTproduktion als Dritter dem Text I AM WHAT I AM.

Außerdem im UTOPIA PARKWAY:

Am Dienstag hat Ursula Achternkamp, ihre Residenz im UTOPIA PARKWAY bezogen, um ihrerseits ein ad-hoc-et-poc Residenz-Stipendium für ein ortsansässiges Huhn aus dem Großraum Stuttgart auszurufen. Zunächst ist die Ausstellung »Kulturhühner - Hühner bekannt aus Funk und Fernsehen« zu sehen. Als Vorbereitung zum Aufbau der Hühnerresidenz besucht die Künstlerin ein Hühnerseminar zum Thema »Welches Huhn passt zu mir«.

In den kommenden Tagen werden über 15 neue Visionäre anreisen, um ihre Projekte in den neuen Räumen des UTOPIA PARKWAYs zu realisieren.

Liebe Utopisten,

Der UTOPIA PARKWAY verabschiedet sich heute in der Römerstraße 2 mit dem 12-Stunden Ad-hoc Museum sagt DANKE an alle Künstler, AWR und die Württembergische Lebensversicherung AG!

Analog verlinkt → http://www.das-gerber.de/baufortschritt/webcams/

Wir freuen uns auf alle Aussteller, Köche, Mitesser und Besuch heute.

Euer UTOPIA PARKWAY Team

Der erste kleine Ad-hoc Abschied
Morgen, Sonntag (6. März)
zwischen 15 und 20 Uhr

Utopien und Menschen rücken ab nächster Woche in der Marienpassage näher zusammen, da wir ab Montag vier Geschäfte – vom ehemaligen Blumenladen bis zum ehemaligen Café Gecko – abgeben. Aber bis es soweit ist, laden die Künstler, die bisher in diesen Räumen gearbeitet haben, zum Abschiedsfest ein und präsentieren dort ein letztes Mal ihre Arbeiten:

Haus schreibt seine Memoiren
Aus Bruchstücken des Abrisshaufens installierte Ina Brandmaier mehrere Senklote mit Stift, welche die Eigendynamik des Gebäudes während der bevorstehenden Abrissarbeiten auf der Schreibfläche am Boden dokumentieren sollen. Ein absurder Versuch Vergängliches festhalten zu wollen, aber auch ein paar neue Zeichen entstehen zu lassen. In den kommenden Wochen werden noch weitere Schreibpendel in anderen Räumen installiert.

Experimentierbühne und Arbeitsatelier »Penthesilea«
Italo Calvinos »Die unsichtbaren Städte« diente als Vorlage für die Namen unserer Räume im UTOPIA PARKWAY. Lena Münch nahm den Namen ihres Arbeitsraumes, »Penthesilea«, zum Motto für ihre Zusammenstellung an Fund- und Sammelobjekten. Calvinos Roman zufolge ist Penthesilea eine fortdauernde Stadt. Ohne wirklichem Anfang, wirklichem Zentrum und Ende. Ein Konglomerat aus trostlosen Vorstädten und Mietskasernen. In der Ilias handelt es sich bei Penthesilea hingegen um eine Amazonenkönigen und Tochter des Ares, die im trojanischen Krieg von Achilles erschlagen wird, nachdem sie den Trojanern zu Hilfe kam. Als er ihr schließlich den Helm abnimmt, verliebt sich Achilles in die schöne Erschlagene.

»Ein fruchtiger Moment flüchtiger Erhabenheit«
In seinem Experiment zündete Eric Sturm in einem geschlossenen Raum in Farbe getunkte Feuerwerkskörper. Mit diesem unvorhersehbaren Spektakel versucht er Unsichtbares sichtbar zu machen: »Das Feuerwerk ist die einzige Kunst, die nicht dauern will, sondern einen Augenblick lang strahlt und dann verpufft« (Adorno). Die Ergebnisse der nächtlichen Performance werden morgen zu sehen sein.

Baklawa und Lesung um 16 Uhr
Um den letzten Nachmittag in den Räumen des ehemaligen Cafés Gecko zu versüßen, servieren Klaudia Dietewich und Barbara Karsch-Chaïeb erneut Baklawa. Außerdem wird es eine kleine Lesung geben: ein Textfragment aus dem Stadtarchiv Stuttgart zu der Vergangenheit des Ortes.

Galerie »Drei Welten«

»Das war‘s dann«
Ab 15 Uhr feiert Chris Mennel Abschied von drei Diaprojektoren. Die Geräte passen nicht mehr in diese Welt und werden der Abrissfirma übergeben.

»Verschmorungen«
Ab 19 Uhr findet eine Feuerbestattung von 100 aussortierten Lichtbildern.

Projekt 10 000 Postkarten
In zwei Vitrinen zeigt die Malerin Petra Kikel einen Teil des Projektes »10 000 Postkarten«. Die Postkarten sind gemalt, beklebt, mit Fotos bestückt oder gestickt. Sie thematisieren wertvolle Kleinigkeiten des Alltags.

Bäumchen, wechsle dich
Isabell Zirbeck sagt: Spielt mit! Jeder Besucher von UTOPIA PARKWAY kann Gegenstände vorbeibringen, integrieren und gegen andere Dinge tauschen. Der Raum wird damit zu einem Ort des Zusammentreffens und des Mitmachens.

Ad-Hoc-Perfomances
Caroline Intrup ist Sprecherin, Thorge Pries spielt Schlagzeug. Gemeinsam arbeiten sie an Geschichten aus Text und Groove zum Thema »Wer ich wirklich bin, auf der Suche nach Fremden in mir«. Als Recherche dazu entstand der Fragebogen »Wünsch dir was!«. Füllt den Fragebogen aus und werft ihn in den Wunschkasten, oder sprecht eure Wunschnachrichten auf den Wunsch- beantworter:

Ich wäre gerne ...
Ich könnte gerne ...
Ich hätte gerne folgende Superheldeneigenschaften ...

Fulminantes Ende im UTOPIA PARKWAY – die Utopien leben weiter!

Über 100 Visionäre aller Disziplinen belebten mit ihren Projekten über 12.000 Quadratmetern im Künstlerquartier Stuttgart-Mitte. Energien wurden freigesetzt und Synergien sind entstanden – weit über die Grenzen des Projekts hinaus.

Mit einer energiegeladenen Woche gestalten wir gemeinsam das Ende des UTOPIA PARKWAY:

Montag, 21. März

Fünf Akteure der TARTproduktion stellen an fünf aufeinander folgenden Tagen die Behauptung »I AM WHAT I AM« auf. Den vierten Versuch unternimmt Yana Novakova heute um 20 Uhr für 20 Minuten mit der Frage nach der Anpassungsfähigkeit des Subjekts.

Nazim Cetin, Herausgeber von agora42 (Zeitschrift für Ökonomie, Philosophie und Leben) und Hannelore Kober veranstalten um 20.30 Uhr im Café Soli (ehemaliger Subway) einen Vortrag und theoretischen Workshop über »Superstructure«. Dabei geht es um die Frage, ob die Menschen sich im Jahr 2030 von ihrem unersättlichen Konsumverhalten lösen und mit nur 15 Stunden Arbeit die Woche ihre Grundbedürfnisse stillen.

Dienstag, 22. März

»Dame mit Huhn« von und mit Ursula Achternkamp ist ein ad-hoc-poc-poc Residenz-Stipendium der Akademie »La Maison Commune« für ein ortsansässiges Huhn aus dem Großraum Stuttgart. Tagsüber kann die Hühnerresidenz besucht werden, am Abend reist das Huhn wieder ab.

Die Ausstellung »LOAD/UNLOAD« von Daniel Unger und Cécile Offenhäuser dokumentiert den Abschied von Erinnerungen am Beispiel von Kassetten, Lieblings-T-Shirts und Magazinen und fördert den Austausch zu diesen Alltagsphänomenen. Um 19 Uhr sind die Besucher eingeladen Erinnerungen und Emotionen auszutauschen und Gegenstände aus der Ausstellung mitzunehmen.

Um 20 Uhr unternimmt Katrin Kestler als Special Guest der TART Produktion (siehe oben) ein letztes Mal den Versuch sich in die Behauptung des Textkörpers I AM WHAT I AM zu stellen.

Das Projekt »Perfo-Mobile« von Byung Chul Kim, Sylvia Kitanova, Miriam Bauer, Janica Smija, Julia Wallenmeier und Andrea Eva Gyori findet in einem öffentlichen Pappkarton statt. Darin soll jeder machen, was er am Besten kann. Es können Lesungen veranstaltet, Hände massiert oder Haare geföhnt werden. Teilnehmer werden noch gesucht.

Mittwoch, 23. März

Ramona Dengel vom Kunstbüro BW bietet Künstlern im UTOPIA PARKWAY eine offene Sprechstunde an. Von 16 bis 18 Uhr ist sie auf dem Sofa des Café Soli anzutreffen. Informationen zum Kunstbüro unter www.kunstbuero-bw.de

Um 19.30 Uhr veranstaltet Frank Amos ein You-Tube-Battle: »Aus der Tube – ein Abend mit YouTube & Co«. Alle Besucher werden gebeten ihre Links auf einem USB-Stick mitzubringen: unterhaltsames über Hypes, Filme und Personen aus der Tube. Mit Essen aus der Tube, rei aus der Rübe, Saft aus Malz und Wein aus der Pfalz. Gott unterhalz!

Die Plattform für angewandte Utopien lädt am kommenden Mittwoch zum fünften PFAU! in den UTOPIA PARKWAY. Nach heiterer SpeedSchereMeetsKleber-Action um 19.30 Uhr, darf gegen 21 Uhr zu den lieblichen Klängen von Death, Horror & Desaster geschunkelt werden.

Donnerstag, 24. März

TAMTAM!

Ohne Rücksicht auf Verluste II: Daniel Mijic vom Gästezimmer e.V. eröffnet um 20 Uhr die Ausstellung »Wie und wann immer Du willst«. Fanzines und Kassettenproduktionen inklusive Hör & Leseproben aus der Punk & New-Wave-Bewegung der 80er Jahre stammen aus dem Archiv von Markus Bella, Tübingen.

Außerdem präsentieren Eva Bredow und Julia Lenzmann ihre im UTOPIA PARKWAY entstandenen Filmaufnahmen des Musikvideos zu »Lylla Ametischd, der Kreisel« von Jonny Shit, frei nach Eduard Mörike aus »Die schöne Lau«.

Anna Gohmert zeigt die Aufzeichnungen der verschiedenen Ein-Wort-Ping-Pong-Dialoge am Ort ihrer Entstehung, dem Café Soli.

»geo-tagging reloaded oder wie wir Dich auf den richtigen Weg bringen«: Bis 24. März wird das sechsköpfige AXEMK Team vor Ort aus Soundscapes und Visual Bites eine interaktive Landkarte entwickeln. Diese macht auf die neuen Aktions-Orte des UTOPIA PARKWAYs aufmerksam und zeichnet die gegenwärtigen Entwicklungen der alten UTOPIA PARKWAY Passage nach. Um 15 Uhr wird die Landkarte an den UTOPIA PARKWAY übergeben und aktiviert.

Um 20 Uhr präsentieren wir »Rum-Texten: Der Literarische Salon II«. Dieses Mal heißt es »ich geh jetzt mal texten« mit Katie Vallon & Josefine Preisach, Sara Johanna Dahme, Andrea Eva Györi, Elisabeth Hamberger, Adrianna Liedtke und Nora Moschüring.

Am späteren Abend greift der spanische Liedermacher Victor Argaña zur Gitarre.

Freitag, 25. März

Im Rahmen von »Ohne Rückicht auf Verluste II« gibt es um 20 Uhr ein Live-Konzert von die sache mit Power-Pop aus Tübingen und einer Chanson-Punk-Rock-Band aus Stuttgart, die noch keinen zufriedenstellenden Namen hat.

Außerdem im UTOPIA PARKWAY:

Im Stadtraum um den UTOPIA PARKWAY verabschiedet Kathrin Sohn persönliche Gegenstände, indem sie diese durch Aussetzen wieder in den Kreislauf des Konsumierens rückführt. Die Aktionen werden am 26. März präsentiert.

Magnus Söhning und Maik Ronz haben in der auf den Abriss wartenden Marienpassage zwei kleine Räume aus ihrem architektonischen Kontext entfernt, in dem sie die Oberflächen behutsam herausgelöst haben. Einer der beiden Räume wurde archiviert, verpackt und geht auf die Reise nach Halle. Der zweite – der Ad-hoc-Raum – wird in die Tübingerstraße transloziert, bis auch dieser Teil des Areals abgerissen wird.

Die europäischen Kulturbürger Niko Abramidis und Emsor Escapo befinden sich in einem ständigen inneren Konflikt zwischen modernen Subkulturen, Utopien und Ideologien. Im Therapieraum Neuropa werden die beiden versuchen die Schizophrenie in einer frischen, agilen, modernen, zeitgenössischen, neuen und zugleich historischen Welt zu analysieren.

In seinem Humorrestaurant freut sich der Künstler Bjung Chul Kim auch weiterhin über Gäste und bietet täglich ab 14 Uhr seine koreanischen Speisen gegen guten Humor an. Angeblich sind die Gäste ab 17 Uhr mit Trinkgeld der Währung Humor besonders freigiebig.

Wolf D. Schreibers Appropriation Art Serie »Draußen vor der Tür« ist noch bis Samstag im UTOPIA PARKWAY zu sehen.

Mit ihrem Filmprojekt »3 Sekunden für Japan« schickt Satoko Toyoda zusammen mit den Menschen aus und um den UTOPIA PARKWAY ein Zeichen nach Japan. Zu sehen sind die Filme unter http://yodadayo.web.fc2.com/3sec/mov.html

UTOPIA PARKWAY extended →
Überlebenskunst ist ein interaktives Mail-Art-Projekt: Das Leben ist kurz - und dann? Wozu das alles? Was bleibt? Nichts? Alles? Über 40 Künstler weltweit haben dem Thema Überlebenskunst kreativen Ausdruck verliehen. Eine Ausstellung der Ergebnisse findet am Donnerstag, den 24. März um 20 Uhr in der Störzbachstraße 7, Nähe Nordbahnhof statt. Weitere Informationen unter http://artofsurvival.posterous.com/

Miu und Akiko Okamoto veranstalten am 25. März ab 19 Uhr im Künstlerhaus Ulm im Ochsenhäuserhof eine Benefiz-Veranstaltung für Japan. Hier werden Werke verschiedener Künstler zum Spendenzweck verkauft und verlost. Der Erlös geht an das Rote Kreuz in Japan. Die beiden suchen noch Künstler, die mitmachen und ihre Arbeit für eine Verlosung mitbringen. Weitere Informationen unter www.modell-tri.org

Enger, dichter, dafür noch mehr –
diese Woche im UTOPIA PARKWAY:

Utopien und Menschen rücken diese Woche im UTOPIA PARKWAY in der Marienpassage näher zusammen, da vier Geschäfte – vom ehemaligen Blumenladen bis zum ehemaligen Café Gecko – kurzfristig zum Abriss freigegeben wurden. In den anderen Räumen treiben die rund 30 anwesenden Künstler ihre Projekte voran. Manche sind gerade erst angekommen, andere sind schon kurz vor dem Gehen – mittendrin sind alle. Die meisten Ateliers sind offen konzipiert und laden zum spontanen Besuch ein.

Mittwoch, 9. März

Zwischen 17 Uhr und 20 Uhr findet die Intervention »Pass Me« von Oliver Feigl und Frédéric Mertz statt. Die Marienpassage wird dabei als Kommunikations- und Klangkörper bespielt.

Anna Gohmert lädt zum schnellen Ein-Wort-Ping-Pong-Dialog ein. Die Begegnungen werden aufgezeichnet und analysiert.

Die Plattform für angewandte Utopien PFAU! lädt um 19.30 Uhr Utopisten aller Art zum kreativen Austausch ein.

Donnerstag, 10. März

Ramona Dengel vom Kunstbüro BW bietet Künstlern im UTOPIA PARKWAY eine offene Sprechstunde an. Von 16 bis 18 Uhr ist sie auf dem Sofa im Office anzutreffen. Informationen zum Kunstbüro unter
www.kunstbuero-bw.de

Ein Konzentrat der gelebten Utopien sowie Vernissagen und Performances gibt es im Rahmen von TAMTAM! am Donnerstag:

Beginnen wird Dorothea Seror am Nachmittag mit ihrer Performance »Spezies Künstlerin«. Mehrere Stunden wird sie in einer als Hamsterkäfig ausgestatteten Vitrine verbringen.

Andrea Liebe zieht um 18 Uhr mit dem partizipatorischen Projekt »Welcome to My Universe« in den »WALkampf«. Bis zum 17. März werden hierbei täglich zwischen 18 und 20 Uhr Installationen verortet und Aktionen gestartet, die den Rezipienten implizieren und ihn mitwirken lassen.

Im »Work Life Balance Laboratory« von Ulrike Buck sind ab 19 Uhr neben einer Rauminstallation auch mehrere Videoarbeiten zu sehen.

Ebenfalls am Abend wird Karima Klasen ihre raumgreifende, ortsspezifische Installation »[time]²« eröffnen. Sie thematisiert Malerei im erweiterten Feld und erzeugt einen Dialog zwischen Farbe, Licht, Material und Location.

Ab 20 Uhr zeigt der KV-Gästezimmer e.V. diverse Videoarbeiten von Huang Xiapeng aus den letzten fünf Jahren.

Das performative Abendprogramm beginnt gegen 19.30 Uhr mit Hannelore Kober und Gästen »Tanz die Helga im anderen Kleid«.
Um 20 Uhr gibt die südkoreanische Künstlerin Hanna Noh die Performance »Me Being Salome«, die sie zusammen mit zwei Musikern durchführt. Der Mythos der Salome-Geschichte dient ihr dabei als Grundlage.

Im Anschluss werden sich die vier unabhängig arbeitenden Künstler Julia Heuer, Justyna Koeke, Marko Schmitt und Serge de Waha zu einer Mainstream Aktion zusammenfinden. Sie führen ihre Energien zusammen und zelebrieren eine funkelnde Fashionshow.

Unter dem Titel »Vergangen« finden sich der Tänzer Bartosz Skibinski mit dem Schlagzeuger Thorne Pries und den Künstlern Lucia Christowa und Chris Mennel zu einer Performance im Dialogfeld aus Tanz, Dia-Projektion, Malerei und Live-Musik zusammen.

Gegen 22 Uhr veranstaltet Andrea Éva Győri ihr »3. Kochbegegnis« mit dem Koch Byung Chul Kim im Humorrestaurant. Nimm deine Eier mit!

Ab 22 Uhr spielt das Weltraumquartett in der Hypno Vereinsbar: Elektro live, trocken und kurzfristig!!

Freitag, 11. März

Um 11 Uhr beginnt Birgit Schübelin ihre interaktive Bleistiftzeichnung »Künstlerportraits in Beats per Minute«. Sie misst die Herzfrequenzen von anwesenden Künstlern und überträgt diese auf ihre Zeichnung. Bis einschließlich 15. März werden jeden Tag zwischen 11 und 17 Uhr auf diese Weise Portraits angefertigt.

Judith Wenzelmann wird im Rahmen einer Performance einen ausrangierten Teewagen zum mobilen zwei Etagen-Ausstellungsort umrüsten.

Patricija Gilyte bringt Bilder direkt an die Wand – ohne Projektionsgeräte und ohne Vorlage. Das Künstlergespräch zu ihrer Wandinstallation »Stuttgart_Rebuild« beginnt um 18 Uhr.

Am Freitag ab 18 Uhr versuchen sich Baur-Niessner-Ballistic mit ihrer »Bungee-Petraria«, einer Vorrichtung zum Schleudern und Zünden ihrer berühmten Selbstzünder. Ziel der Aktion »rear window« ist die Sprengung der liebgewonnenen Schaufensterscheibe des Interventionsraums gegen 20 Uhr.

Um 18.30 Uhr zeigen Annette C. Daubner, Kathrin Kestler und Bernhard Linke ihr Projekt »Ich bin hier draußen – ich bin nicht mehr in meinem Kopf«. Der Text wird live geschrieben und gespielt.

Ebenfalls eine Performance zeigt die Arbeitsgruppe Niewolimbo ab 20.15 Uhr: eine Messe nach Mass(en)stab mit Allem und Bänd inklusive Stargast Wrestling Baby Neugott. Außerdem ist in ihrem Raum das Video »das einmal erleben... den Willen die Welt zu verändern« zu sehen.

Später am Abend werden die sieben Räume in der Passage von Laurenz Theinert mit jeweils einem starken Stroboskop bestückt. Was in den Räumen passiert, blitzt kurz auf und verschwindet wieder, springt über in den nächsten Raum, bis hin zu einer Gesamtbewegung durch die Passage.

In der Hypno Vereinsbar steigt um 21 Uhr eine Ü21-Party mit integrierter Kunstschlacht, konzipiert als Assel-Event von Daniel Geiger. Als Stargast kommt DJ Asskrampe.

Außerdem öffnet der Ausstellungsraum Regenbogen, kuratiert von Simon Speiser und Manuel Scheiwiller, am Abend seine Pforten und zeigt eine Sammelausstellung mit verschiedenen Arbeiten. Ab 23 Uhr heizen die beiden Kuratoren musikalisch ein.

Samstag, 12. März

Am Nachmittag wird Martina Geiger Gerlach den Interventionsraum in einem destruktiven Akt zu einem öffentlichen Parkplatz markieren.

Neben den täglich stattfindenden Projekten und Aktionen (siehe oben) wird die Arbeitsgruppe Niewolimbo um 17 Uhr erneut ihre Performance »Messe nach Mass(en)stab mit Allem und Bänd« zeigen.

Noch bis Freitag sucht das »Punktuelle Bildarchiv Marienstraße« Bildspenden. Das gesamte Archiv ist ab Samstag im UTOPIA PARKWAY öffentlich einsehbar. Parallel dazu entsteht eine Publikation mit allen Bildspenden in der Edition Taube.

Um 20.15 Uhr läuft der 90-minütige Film »Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären unpolitisch« von AG doku und coop99. Ab 21 Uhr legt DJ Emilio in der Hypno Vereinsbar »Guerilla Soul« auf.

Der Kompressionsraum lädt zur »Party! Out of control!« und feiert die Wand. Farbe wird bereitgestellt.

Außerdem im UTOPIA PARKWAY:

Ina Brandmaier unterstützt mit ihrer Installation »Haus schreibt seine Memoiren« von senklotartigen Bruchstücken aus dem Abrisshaufen die scheinbare »Immobilie« bei der Dokumentation ihrer Eigendynamik.

Maria Grazia Sacchitelli kommt dem bevorstehenden Abrissarbeiten um wenige Tage zuvor und versucht in einem exemplarischen Raum, den Bauvorgang analytisch umzukehren.

Seungyoun Lee sucht in alltäglichen Orten urbaner Räume nach Spuren verborgener Energien der Natur. Mit ihrer Installation aus Ästen verfremdet sie den menschenverlassenen Eingang des ehemaligen Supermarkts, um die Natur zurück in die Stadt zu holen.

Von Ingrid Schütz wird ein Kosmos linearer Zeichnungen aus Gummibändern nach Farben geordnet und im UTOPIA PARKWAY installiert.

»Milch und Honig. Selbstverpflegung« ist eine Kaffee-Tee-Sitz-Lese-Plauderecke von Jörg Buchmann. Die Benutzung steht allen Besuchern offen