Blog: 2007
Big
Es schläft sich wunderbar im Queensize-Bett aus fünf übereinander gestapelten Matratzen. Meinen ersten Morgen in New York verbringe ich damit, mir die Stadt lesend näherzubringen. Erst mittags traue ich mich aus dem Haus. Alles so groß, riesengroß … und ich fühle mich ein kleines bisschen einsam zwischen den überdimensionierten Wolkenkratzern und Menschenmassen. Verwirrt setze ich mich in einen roten Touri-Doppeldeckerbus, der mich durch Lower Manhattan schaukelt.
Morgen kommt Besuch aus meinem Heimatdorf, dann wird Silvester gefeiert. Hoffentlich nicht am Times Square, da war es mir heute schon zu voll.
Guten Rutsch!
Ich bin da!
3:45 Uhr: Aufstehen, Anziehen, Koffer ins Auto schleppen, los. Der Flug startet im leuchtenden Morgen von Stuttgart und landet kurz danach im nebeligen Zürich. Das Gepäck und ich haben 40 Minuten für den Umstieg – knapp, aber es klappt. Und dann wieder hoch in die Luft und über den großen Teich.
Es hat was, Manhattan langsam im diesigen Sonnenschein auftauchen zu sehen. Noch eine Brücke und noch ein Tunnel und schon bin ich mitten im Gewusel aus gelben Taxis und mit Tüten bepackten Menschen zwischen den Häuserschluchten.
Schönes Zimmer im Studentenwohnheim der Columbia University, inklusive Abenteuerdusche, die völlig unvermittelt in alle Richtungen losbrausen kann. Es ist recht laut hier. Ich weiß nicht, ob das der Wind ist, der um die Häuser pfeift, oder die Autos vom Broadway. Kalt ist es übrigens gar nicht: 9 Grad Celsius. Oder 48 Grad Fahrenheit.
Blöd dass ich aus der Wohnung schon bald wieder weg muss, aber um die Zimmersuche komme ich wohl nicht herum.
Erst mal schlafen. Bald mehr!