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Christina Schmid
Anfänge und Enden

Blog: 2011

Pfirsichmarmelade

Pfirsich­marmelade

Apfelernte

Apfelernte

Apfel­ernte – Apfelmus, Apfel­kuchen und 1100 Liter Apfelsaft

and she’s so busy being free

Urlaub

Paula wirft ihren Hund Bonsai ins Wasser und lässt ihr Marien­käferboot mit Apfel­familie auf der Saale schwimmen.

Technik­ver­weigerung und Wünschelrute: Architektenpaar auf Fahrrädern an der Elbe.

ich denke also bist du

deine Hände streicheln alles glatt, schlichte Sachlichkeit, unendliche Schönheit, klare, fein geschwungene Kurven, in weichem Grau. Grau, wieso Grau? Bilder, unfassbare Bilder, keine Farbmuster­explosionen, wie sonst, doch auch sie verschwinden, sobald ich sie bemerke, die Visionen, die du für mich modellierst.

»Möglichkeits­menschen leben in einem feinen Gespinst von Dunst, Einbildung, Träumerei und Konjunktiven.«

Nanne Meyer

Dunkel (November 2004 – April 2010)

Faszinierend traurige Augen, lange dunkle Mäntel, lange Haare und Nieten überall. Tiefgründiges Dunkel. Aber ich träumte von Farben.
– Die nicht.

Später, seiten­lange Briefe, stunden­lange Gespräche und der schwüle Sommer im Halbdunkeln einer Halbbe­ziehung. Ich wollte raus.
– Er nicht.

Die Farben eines Sommers in neuer, strahlender Zweisamkeit – schleichend von einem dunklen Herbstgrau verschluckt. Das Grau blieb bei ihm.
– Ich nicht.

Sonnen­strahlen im Herzen, Farben vor Augen und Träume im Kopf. Endlich.
– Nur ich.

So fand mich einer, mitten im Winter, der eine, dachte ich. Das Dunkel lag hinter ihm, die Einsamkeit war seine Freundin. Ich wollte näher, mehr, alles.
– Er nicht.

So verlor ich mich, mitten im Sommer, und ihn. Das Dunkel, so ist das also. Die Einsamkeit, ich ertrug sie nicht. Kalt. Farblos. Leer.
– Ich?

Die Einsamkeit rettete mich, behutsam, Schritt für Schritt, aus den Tiefen des Dunkels. Am Ende wartete der Frühling. Sonnen­strahlen, Farben, Träume. Wieder­gefunden.
– Ich.

Unverfänglich positiv

Sie steht auf und geht. Gerade wird ein Herz ausge­schüttet – Zuviel für sie. Für mich auch. Und so höre ich nicht zu. Ein anderes Gesprächs­thema muss her. Was mir einfällt sind unter­haltsame Zweifel, allge­meine Probleme und persönliche Katastrophen. Unver­fänglich positiv sind höchstens schönes Wetter und gutes Essen.

Samthandschuhe

Burn Out, Psychose, Depression. Sie hat die Sache erkannt, benannt und in eine Schublade gepackt. Nein, besser gleich in eine Kiste zum Mitnehmen, Pflegen, Loswerden. Sie ist uns allen voraus und überlegen, ein Opfer der Umstände, Zeit, Gesellschaft. Dass auch ich meine Zweifel habe, gilt nicht. Denn mir geht es ja gut. Ihr geht es schlecht. Dann packe ich also mal wieder meine Samthand­schuhe aus. Etwas verstaubt sind sie, nach all der Egozentrik nach dem Absturz nach der Selbst­aufgabe nach der absoluten Liebe. Ja, früher hatte ich sie immer bei mir, die Samthand­schuhe mit genügend positiver Energie für die faszinierend tiefgründigen Depressionen dieser Welt.

weg da
da —
— weg
da! der weg
weg damit

einfach
ohne
extra

mit —
— machen
— dabei
— ohne

lebens­ent­würfe

statt
zu
leben

dahin
dorthin

wem gehört das?

hier

1.
2.
3.

l.
ll.
lll.

a)
b)
c)

Ein Tag, ein Leben

Die Schule absolvieren die Menschen am späten Vormittag, die Liebe ist nur ein Augen­blick, Schwangerschaft und Geburt eine Sache von Minuten. Alles rast vorbei, nichts wiederholt sich, denn »die Hölle, das ist die Wieder­holung«. Als Benny sich in Gini verliebt, will er aber in eben diese Hölle versetzt werden. Er will, ganz romantisch, die Ewigkeit. Aber …

A. F. Th. van der Heijden: Ein Tag, ein Leben