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Christina Schmid
Anfänge und Enden

Loft

Als ich mich am Diens­tag­abend für das Minizimmer in der gemütlichen Miniwohnung des ruhigen, netten, schwulen, spanischen Kochs inklusive zweier Minihunde in Queens entscheide, kommt seiner­seits keine Rückmeldung mehr. Vielleicht hatte ich erwähnt, dass ich Hunde nicht so mag. Dafür stehen nun zwei Loftbe­sichtigungen in Brooklyn an.

Loft Nummer eins: Industrie­halle, riesengroß, be»wohnt« von drei Produkt­designern, die den Großteil des Stock­werks als Werkstatt nutzen und lustige Möbel bauen. Die Heizung etwas unter­dimensioniert, die Bäder im Original­zustand von damals … zu krass für mich, also weiter.

Eigentlich will ich zu Fuß zur nächsten Wohnung, doch es weht ein furchtbar eisiger Wind und ich bin ziemlich allein auf den Straßen, also nehme ich die Subway. Als ich dann völlig durch­gefroren und fertig dort ankomme, öffnen mir zwei nette Jungs die Tür zu einem gemütlichen Loft und machen mir erstmal einen Tee. Hier endet meine Wohnungs­suche, in 10 Tagen ziehe ich nach Bushwick zu Pete und Martin. Mein Schlaf­zimmer dort ist ein fensterloser Schuh­karton mit Bett und Kleider­stange, der Wohnraum riesig, hell und voller weicher Sofas. Das Beste ist der Blick vom Dach auf Manhattan.