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Christina Schmid
Anfänge und Enden

Team

Mit der Arbeits­woche geht auch Matts Praktikum bei Pentagram zu Ende. Er wird mir fehlen. An seinem Arbeits­platz neben der Treppe zum Bastel­keller komme ich täglich mehrfach vorbei und er grinst immer so vergnügt.

Zur Abschieds­feier gehen wir in die Bar direkt neben dem Büro, die mir bislang überhaupt nicht aufge­fallen ist. So lerne ich endlich die Praktikanten aus den anderen Teams besser kennen. Kai aus meinem Team erzählt mir, dass eigentlich kaum jemand länger als eineinhalb Jahre bei Pentagram arbeitet, dass unser Chef Michael Bierut immer berühmter wird und zwischen all den Meetings, Inter­views und Workshops an der Yale School kaum Zeit für das Team und schon gar nicht für die Praktikanten bleibt. Auch inter­essant: Die Partner und ihre Teams bringen unter­schiedlich viel Geld in die Kasse, die unter allen aufge­teilt wird. Leitsysteme bringen Geld, Kultur­pro­jekte weniger, dafür mehr Prestige. Sehr verschieden sind auch die Arbeits­weisen innerhalb der Teams. Unsers ist wohl am besten organisiert, jeden Morgen um 9 Uhr sind alle pünktlich da. Andere Teams fangen irgendwann zwischen 10 und 11 an und bleiben bis nachts im Büro. Das Team von Paula Scher, deren riesiger Hund neben ihrem Schreib­tisch wacht, geht kollektiv zum Lunch und Gerüchten zufolge hat sie ihre Angestellten am liebsten auch am Wochenende zu Hause um sich. Irgendwann findet sie auch noch Zeit für ihre Kunst, die ich mir morgen anschauen will.