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Christina Schmid
Anfänge und Enden

Work

Die ersten zwei Tage bei Pentagram liegen hinter mir. Das Büro ist in einem ehemaligen Bankge­bäude, das auch mal ein Nachtclub war, in der Fifth Avenue direkt gegenüber vom Madison Square Park. Im Keller gibt es noch zwei alte Tresor­türen, eine Material­bibliothek und den riesigen Modell­bautisch – dort fühle ich mich gleich wohl. Auch sonst mag ich’s: Alles ist gut organisiert, das Material­lager gefüllt, die Anzahl der Drucker und Plotter lässt mich den Kopf schütteln und dienstags bis donnerstags kocht die Köchin healthy Lunch für alle, was sich ein bisschen nach Design-Camp anfühlt. Meine Aufgaben beschränken sich bislang auf Basteln und Türen in Architektur­plänen zählen – die FIT Fashion School ein paar Straßen weiter braucht Türschilder und ein neues Leitsystem. Wer weiß was noch kommt. Die Subway scheint hier direkt unter dem Gebäude durch­zufahren, im Keller und im ersten Stock dröhnt es alle paar Minuten. Besonders gemein ist der neue Teppich: Sobald ich ein paar Schritte durchs Büro gehe, muss ich beim Berühren des nächsten Tischs damit rechnen, einen elektrischen Schlag zu bekommen – Autsch!