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Christina Schmid
Anfänge und Enden

Plüsch

Traum von einer Atelier­aus­stellung in einer Kunst­akademie. Ich bespiele einen Container, in dem ich Essen immer wieder neu komponiere. Dazwischen liegen gesammelte Druck­sachen, ausrangierte Inspiration meiner Grafiker­freunde. Rund um den Container steht Schrott und ein Kletter­gerüst, auf dem Fabian Kunst­stücke macht. Das Essen kommt gut an, die Tische werden immer chaotischer, ich sortiere und ordne neu, bis ich erschöpft auf einen Hocker sinke. Zwei Erstsemester stellen sich neben mich und fragen mich über das Studium aus. Der Kleine rechts von mir streichelt mich am Arm, an der Schulter, am Hals. Er ist wirklich sehr klein, aber inter­essant. Sein Kommilitone tut es ihm gleich und streichelt mein linken Arm, recht unbeholfen. Wie schütteln wir ihn ab und wo gehen wir hin, um in Ruhe weiter­zumachen? Ich springe auf, bitte die beiden, dies und jenes umzuräumen und schicke sie in verschiedene Richtungen. Dem Kleinen gehe ich nach, zeige ihm den Weg zur Außen­treppe, die nach oben in mein Zimmer führt. Wir fallen auf das Sofa, umgeben von einem Berg aus Kuschel­tieren – die nächste Kunst­aktion, erkläre ich knapp und vergrabe mich im knall­bunten Plüsch.