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Christina Schmid
Anfänge und Enden

Kastani

Im Wald ein Stein wie ein großes Ei. Waldschreiberei, die werde ich vermissen. Nichts dabei, Ärger dringt frei, sickert in meine übernächtigten Nerven. Kein Auge zu zwischen eins und drei. Alle Nachrichten verschollen seit Ende August, Eieiei. Rebellierende Bäuche und jetzt so schwach. Gehen, dann liegen. Freude meist nur für einen Tag. Der noch gut wurde nach deinen Tränen. Umkleiden sind Schutz­räume. Wir wollen das trennen, mein Umkleiden vor deinem Blick, der sucht, was er verloren hat. Privat­sphären: nach fünfzehn Jahren das Anklopfen neu lernen. Das Fragen, die Vorsicht, das neu Hinschauen. So tun, als kannten wir uns vor Gestern noch nicht. Kühl im Wald, heiß in der Sonne, der letzte warme Tag. Noch vier mal schlafen, dann lassen wir hier, was schwer war und nehmen nur mit: die Sonne, das Licht und Kastanien, so viele. Gerade den vierten Baum entdeckt. Kastanien, die auch ich sammle und jetzt tragen muss, weil sie so schön glänzen. Kastani, so rief mich der Nachbars­junge, so rufst du mich an.