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Christina Schmid
Anfänge und Enden

Licht und Leicht

Am Schwalten­weiher der letzte sonnige Tag, dann Dauer­regen. Das glaube ich erst, wenns soweit ist. Über dem See der Steg. An das Schöne dort will ich denken und es schmeckt bitter zugleich, weil es mir nicht leicht fällt, einfach leicht zu sein. Schwere, willst du nicht mal weg mit den Vögeln, die dir zeigen, wie leicht es sein kann im Süden und auf dem Luftweg dorthin? Alles soll schön leicht sein. Ein leichter Tag. Und dann noch einer. Und noch einer. Und dann nehmen wir unser Gepäck, Stück für Stück ist es tragbar, fast leicht für ins zwei. Leben wir leichter mit geteilten Stärken? Leichte Brise hier am Weiher, das Licht, die Berge spiegeln sich – so leicht kann es sein. Nicht mal Geld habe ich dabei. Mit Kastanien oder einem Gedicht könnte ich bezahlen für ein Glas Wasser, nicht einmal das brauche ich in dieser einfach losspazierten Leichtigkeit. Nein, Melancholie, du bleibst in der Tasche, ich mag sie dir schon noch beibringen, die Leichtigkeit.