Im Traum besuche ich spontan Marina, die Hochzeit jährt sich und das will gefeiert werden, wenn auch nur nebenbei in der Wohnung, zwischen Bergen aus Spielzeug und Stapeln aus riesigen Kinderbüchern überall. Das Kinderzimmer ist voll – vielleicht mal ausmisten, wofür die Kleine zu groß geworden ist? Sie schüttelt den Kopf, ich beiße mir auf die Lippen. Zuvor ein Fest, bei dem ich Jakob kurz sagen will, dass ich gehe, doch vor lauter Hanna übersieht er mich. Ich verteile stoppelige Wangenküsse an die Zwillinge und folge Hexe im blaugrün schillernden Badeanzug zum Wasser, werde aufgehalten von einem Theaterstück im Treppenhaus, drei Männer in grauen Anzügen verfolgen mich in Zeitlupe. Am Ende eines langen schmalen Flurs krieche ich durch eine niedrige Tür, die ich mit einem im Schlossinneren versteckten Schlüssel hinter mir abschließen kann. Ich bin frei! Auf der Straße läuft mir Isabelle mit verstörtem Blick entgegen und zeigt auf einen Anhänger voller uraltem Gerümpel, das ich sicher noch gebrauchen kann. Sie eilt weiter, ganz zerzaust im grauen Kleid. Etwas stimmt nicht: Die Straßen aus Kopfsteinpflasten und ohne Autos, die Hausfassaden staubig, die Luft ganz dick und der Himmel beige. Wo bin ich hier gelandet? Eine Kulisse in Sepia, oder eine andere Zeit.