Kosmetik, wo es einen Pflug bräuchte.
Adlerauge sei wachsam.
Er muss die Wassertaufe bestehen.
Aus den Ärmeln gesaugt.
Weg gegangen, Schnaps vergangen.
Sie hält uns zum Affen.
Traum von Hochzeitsvorbereitungen, Glitzerkleidsuche und einer WG-Besprechung für eine Demo. Später stehe ich nackt und selbstbewusst in einer Gemeinschaftsdusche voller exotischer Grünpflanzen, wo ich meinen Sandkastenfreund Thomas treffe. Und wie schon mit 13 muss ich ihm sagen, dass das mit uns nichts wird, obwohl wir schon im Kindergarten geplant hatten, dass wir mal heiraten und einen Bauernhof haben werden.
Warum stehst du morgens auf?
Wie viele Rollenbilder sind gesund?
Gibst du auch mal nach?
»… die Menschen werden Tag für Tag neu geboren, an ihnen liegt es, ob sie den gestrigen Tag weiterleben oder den neuen Tag, das Heute, von Grund und Wiege auf beginnen. Doch da ist die Erfahrung, alles was wir im Laufe der Zeit gelernt haben, […] doch wir leben das Leben in der Regel so, als hätten wir keine Erfahrung von früher, oder wir bedienen uns nur jenen Teiles, der es uns gestattet, bei den Irrtümern zu bleiben, wobei wir uns auf Erklärungen und Lektionen der Erfahrung berufen, und nun kommt mir ein Gedanke, der euch absurd scheinen mag, ein Widersinn, dass nämlich die Erfahrung sich weitaus mehr in der Ganzheit der Gesellschaft auswirkt als in jedem einzelnen ihrer Glieder, die Gesellschaft nutzt die Erfahrung aller, aber kein Einzelner will oder kann in Gänze die eigene Erfahrung ausschöpfen.«
José Saramago: Das steinerne Floß
»Die Essenz dessen, was wir wissen, aus dem Halbschatten hervorziehen.«
Karl Ove Knausgård
Mottenfallen, Duschgel, Zahnpasta, Rasierklingen, English Breakfast Tea, Macadamia Creme und Kreuzkümmelsamen wären noch gut.
Beim Wahlsonntagsspaziergang kommt mir eine grinsende Familie entgegen. Der Kurze hat wohl gerade eine Frage gestellt, daraufhin der Vater: »Ja nee, man kann tatsächlich auch CDU wählen.«
Ankunft in der steilen Gasse zu unserer Unterkunft bei Rui, eine kurze Führung durch die blitzsaubere Wohnung und Küche mit Ausblick und Rührmaschine – er betreibt einen Lieferservice für Kuchen. Mittagspause im gemütlichen Zimmer, dann raus ins nahe gelegene Zentrum Lissabons und weiter Richtung Castelo. Wunderbarer Blick über die hügelige Stadt mit Abendsonne und windzerzausten Haaren.
Wieviel Portugal passt in zwölf Tage?
Im Traum gehe ich zur Aufführung meines Chores und werde spontan für die Inszenierung eingeteilt. Sie brauchen drei Leute, die während des gesamten Konzerts schaukeln. Was sie mir nicht verraten: Meine Schaukel schnellt nach oben, wenn ich nicht beide Seile festhalte. Eigentlich vorgesehen für den Höhepunkt passiert mir das schon während des Auftakts. Ich schnelle nach oben in die Spitze des Zirkuszelts – und das mit meiner Höhenangst! Als es dann wirklich soweit sein soll, verheddern sich die Seile in der Kulisse, ich hänge auf halber Höhe über der Entwirrung, die von Veronika dirigiert und von den Darstellern improvisiert wird. Noch nie habe ich schaukelnd solch ein Durcheinander verursacht und dabei so viele Blicke auf mich gezogen. Geblendet vom Licht versuche ich Haltung zu bewahren und bin froh, ausnahmsweise mal keinen Rock zu tragen.
Zwei symmetrische Türen, etwa einen Meter auseinander, hellgrau, wie die Wand, die Rahmen etwas dunkler. Die Scharniere jeweils solidarisch: oben hell, unten dunkel. Zwischen den Türen an der Wand eine Lampe, halbrund, oben offen – fast passend zum orange-beige melierten Linoleumfußboden. Knallblaue Sockelleisten, oben parallel dazu orangene Zierleisten auf Türrahmenhöhe (aber nur zwischen den Türen) sowie kurz unter der Decke. Fehler in der Symmetrie: Der Lichtschalter links ist weiter vom Türrahmen entfernt als der rechts. Die linke Tür ist unten auf beiden Seiten leicht engekerbt. Das Schlüsselloch links ist klassisch, rechts ist es rund. Beide Türen öffnen sich fast gleichzeitig. Frau und Herr Doktor, Tür an Tür. Der nächste, bitte.
Im Traum ein Arztbesuch, ich möchte wissen ob ich schwanger bin. Die Frau tastet mich ab, wühlt in mir herum und macht es kaputt. Ich bin stinksauer, sie versteht die Aufregung nicht und zuckt mit den Schultern. Sollen wir halt ein neues machen. Ob das nochmal klappt?
Traum von einer Atelierausstellung in einer Kunstakademie. Ich bespiele einen Container, in dem ich Essen immer wieder neu komponiere. Dazwischen liegen gesammelte Drucksachen, ausrangierte Inspiration meiner Grafikerfreunde. Rund um den Container steht Schrott und ein Klettergerüst, auf dem Fabian Kunststücke macht. Das Essen kommt gut an, die Tische werden immer chaotischer, ich sortiere und ordne neu, bis ich erschöpft auf einen Hocker sinke. Zwei Erstsemester stellen sich neben mich und fragen mich über das Studium aus. Der Kleine rechts von mir streichelt mich am Arm, an der Schulter, am Hals. Er ist wirklich sehr klein, aber interessant. Sein Kommilitone tut es ihm gleich und streichelt mein linken Arm, recht unbeholfen. Wie schütteln wir ihn ab und wo gehen wir hin, um in Ruhe weiterzumachen? Ich springe auf, bitte die beiden, dies und jenes umzuräumen und schicke sie in verschiedene Richtungen. Dem Kleinen gehe ich nach, zeige ihm den Weg zur Außentreppe, die nach oben in mein Zimmer führt. Wir fallen auf das Sofa, umgeben von einem Berg aus Kuscheltieren – die nächste Kunstaktion, erkläre ich knapp und vergrabe mich im knallbunten Plüsch.
»Weißt du eigentlich, welches Glück du hast, dass du so leben und arbeiten kannst? Nimm es an.
Es geht um Kraft, Kraft für den eigenen Weg, für die eigene Arbeit, nach der niemand fragt. Du musst dich selbst feiern, dich toll finden.
Du strebst nach dem scheinbar Unerreichbaren. Am Anfang machst du riesige Schritte darauf zu, dann werden die Schritte kleiner und schwieriger – feiere jeden kleinen Schritt, auch die Skizzen und Zwischenstände.
Kinder, klar, die kosten 20 Jahre. Aber sie stärken dich, diese 20 Jahre.
Was ist das für Kunst, die du machst? Was daran ist Kunst? Was macht dich zur Künstlerin? Was brauchst du noch, um Kunst zu machen und darin zu wachsen? Ausstellungen, Veröffentlichungen, Wahrnehmung, Diskussion und stärkende Ateliergespräche, wie dieses hier.
Lass den Eltern ihre Sorgen, es sind ihre, nicht deine. Du existierst unabhängig von Ihnen, dein Leben hat einen höheren Sinn, wie jedes Leben.
Da ist etwas, dass nur dir gegeben wurde und das solltest du nutzen, annehmen, weiterentwickeln. Das war schon im Kindergarten da. Du bist Künstlerin. Und die wird jetzt wach und groß. Geh los. Vergleiche dich nicht. Geh deinen Weg.«
Im Traum eine Wanderung in schwerem Geschmeide, danach ein Empfang und Oper. Wer kam denn auf diese Kombination? Die Nachbarn. Und doch meldet sich ein Großteil der Belegschaft für diesen Ausflug an. Die Tafel, an der gespeist werden soll, besteht aus einem Holztisch und in den Boden eingelassenen Holzpflöcken als Hocker, alles steht schief auf der freien Wiese am Hang, unbrauchbar für Sekt in Gläsern. Im Wirtshaus nebenan ist noch ein schlauchiges Nebenzimmer frei, wir ordnen die Tische neu an und dann doch wieder zurück. Die Nachbarn tragen elegante Kleider mit zartem Halschmuck, der sich optisch von einem Hals zum nächsten fortsetzt, wie Spiralen, die sich um Häuser winden und in den Kleidern wiederfinden. Meine Schwester bestellt Kir Royal für alle, obwohl wir noch verkatert sind. Deine Kollegen stoßen dazu, Daniel und Ferdi in glitzernden Radlerhosen, für die Demo, die gleich beginnt. Eine Choreografie langsamer Schritte, alle stehen im gleichen Abstand zueinander und staksen so uniformiert den Berg hinab. Ich schaue zu und kenne den Zweck der Demo nicht. Ich frage eine der Veranstalterinnen, die mich fassungslos zurückfragt, ob ich das wirklich nicht gehört hätte – in den Medien sei seit Wochen nichts anderes. Ich gestehe, dass mich Nachrichten zu sehr mitnehmen und ich sie daher meide. Sie holt aus und gib mir eine Zusammenfassung der Geschehnisse, ich nicke betroffen. Dann müssen wir schnell los zur Oper. Eigentlich wissen wir schon jetzt, dass zehn Minuten für den Weg nicht reichen, wir werden den Anfang verpassen und bis zur Pause vor verschlossenen Türen warten müssen. Die Treppe ist so überfüllt, dass wir über die Geländer steigen und in unseren langen Kleidern außen weiterklettern. Noch fünf Minuten, einmal durch die ganze Stadt.
Aber die Freiheit!
Aber die Einsamkeit?
Die Familienchronik als Vorwort zu mir selbst?
Ich. Wo fängt das an? Hier und Jetzt oder bei meiner Geburt oder Zeugung oder der Begegnung meiner Eltern, Großeltern, Urgroßeltern? Oder bei meiner ersten Erinnerung? Oder mit meinem ersten Tagebuch, in dem ich mich schreibend an mich selbst richtete?
Ich. 31 Jahre, 163 cm, 55 kg, dünner als ich mich fühle. Ich habe studiert, aber nicht so richtig. Ich arbeite, aber nicht so richtig. Weil allein, daheim und ohne Ziel, von Auftrag zu Auftrag, der mir zufliegt, mich einnimmt, verschlingt und dann wieder ausspuckt. Jedes Mal denke ich, das mache ich noch, danach wird alles anders. Es muss sich etwas ändern, nein – nicht etwas, alles muss sich ändern. Arbeit, Ort, Familiensituation. Entweder ich werde schwanger oder. Oder was?
Ich. Dehydriert. Ich empfange zu viele Signale, Radiowellen, welcher ist mein Sender? Die Antennen sind aufgestellt, der Empfang gestört durch den Matsch in meinem Kopf, wohltuender Nebel, Regenwolken über uns, Stimmen von drüben, Plätschern vom Teich, Tropfen von oben, Schritte im Kies, Wind in den Bäumen, Vogelgezwitscher, klackernde Boule-Kugeln. »Oh la la Monsieur«, ruft einer, der so viel schöner gealtert ist als seine Frau. Ich sehe, wie sie an sich arbeiten, seit Jahren ihre Zweisamkeit verteidigen, gegen sich selbst, das Alter, die Zeit. Ich habe Durst.
Gestern am Fluss, da lag er und ich wollte, dass er mich sieht. Seit ich denken kann, will ich gesehen werden. Von Männern. Papa, Opa, die Jungs aus der Nachbarschaft, aus der Parallelklasse, aus dem Dorf, der Clique, im Delta, im Urlaub am Strand mit 13 in diesem Bikini mit Reißverschluss zwischen den noch nicht vorhandenen Brüsten. Ich öffnete ihn dennoch so weit wie möglich. Schaut mich an! Was seht ihr? Sehe ich mich erst durch euren Blick? Ein unscheinbares komisches Mädchen, vielleicht interessant. Was sie wohl denkt? Wie sie wohl nackt aussieht? Wie sie im Bett ist? Und wenn sie erst loslässt und aufblüht, dann wird sie groß und schön und berühmt mit ihrem schiefen Blick auf die Welt. Ganz genau beschreibt, seziert, durchbohrt sie die Menschen um sich herum. Projektionsfläche, ich und ihr. Warum interessiert mich der Blick der Männer? Derjenigen, die stark scheinen und schonungslos in ihrem Urteil. Sein Blick. Weil er schreibt? Weil ich schon immer eine Romanfigur sein wollte? Wenn sich mein Handeln durch seine Feder fügt, wenn meinen Weg nicht mehr ich bestimme, sondern sein Schreiben. Und warum nicht mein Schreiben? Ein Leben, erschrieben statt erlebt? Kann ich nur beschreiben, was ich auch erlebt habe? Als ob ich schon so viel erlebt hätte. Genug, um mich den Rest meines Lebens mit dem Bisherigen zu befassen. Am liebsten möchte ich doch Bücher lesen, in denen ich selbst vorkomme, wahrhaftig, mein Innerstes erfasst. Und warum sollte er das besser können als ich? Zumal noch ein Mann, irgendein schreibender Mann.
Hier komme ich sofort an. Alles ist mir vertraut, das Haus und der Garten, die Abläufe und Rituale, die Offenheit der Leute, die Leichtigkeit. Als würden wir dort ansetzen, wo wir vor einem Jahr aufgehört haben. Ein unendlicher Aufenthalt auf dem Schloss, nur kurz unterbrochen durch ein Jahr woanders. Wie die Träume, nur kurz unterbrochen durch den Tag. Alles fällt von mir ab, ich möchte auch nicht darüber sprechen, was war, wie es mir ging im letzten Jahr, was ich so mache und was ich noch alles tun könnte. Oder doch – das geht ganz gut aus der Distanz, der Konjunktiv.
Etappe drei oder sechs unserer Reise: Schloss Vellexon! Ich sitze im Tanzsaal, der jetzt Yogaraum ist – das Schloss hat neue Besitzer. Mein Blick streift über die Landschaft vor dem Fenster, kühle Morgenluft strömt herein und ein Lachen von unten – ich weiß, wem es gehört, ich weiß nur nicht mehr, was ich mit ihm reden soll. Alles gesagt. Neuen Leuten von neuen Ideen zu erzählen, fällt mir so viel leichter, als Freunden, die mich kennen und meine Pläne womöglich gleich in die Schublade einordnen, in der sie mich gut aufgehoben wissen.
Im Traum besuche ich Kasia in ihrer Hütte auf dem Berg. Statt ihrer Kunst nachzugehen, kümmert sie sich dort um drei Puppen. Du holst mich ab und setzt mich auf deinen Rücken, du rennst mit mir den Berg hinauf, so schnell, dass wir zwei Radfahrer überholen und fast abheben. Du lässt mich los und rennst weiter, ich rudere mit den Armen, mache Schwimmbewegungen und schwebe dir langsam hinterher. Da steht Paul in einem roten Overall und spritzt eine Fassade ab. Ich frage ihn, was er da macht. Er sagt, er habe seinen Job verloren, ihm ist ein großer Fehler unterlaufen, er möchte nicht darüber reden. Ich warte an der Straßenkreuzung, bis er fertig ist. Ich will ihn fragen, wohin er jetzt geht. Er schiebt einen Einkaufswagen vor sich her, biegt um eine Ecke und ist plötzlich weg – wie vom Erdboden verschluckt. Ich renne hin und her und rufe: Paul! Paul! Paul? Wo bist du?
Im Traum packe ich einen weißen Transporter voll mit meinen Sachen, die sich in den letzten Wochen angehäuft haben. Als ich fertig bin, stelle ich ihn in die Garage. Wir fahren erst nach dem Abschlussfest am Samstag los. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie sich jemand daran zu schaffen macht, das Gefährt rollt langsam los, ich springe auf und versuche, die Fahrerin aufzuhalten. Hinten drin sitzt eine Gruppe junger Frauen – Sozialarbeiterinnen, wird mir gesagt, als würde dies das »Ausleihen« meines Mietwagens entschuldigen. Ich erzähle von meinem ehrenamtlichen Engagement der letzten Wochen, alle sind unbeeindruckt. Beim Besuch der Lebenshilfe werde ich still und bewundere, wie aufopferungsvoll die Frauen hier täglich für die Menschen da sind. Sie lachen und trinken Schnaps. Die Fahrerin erzählt mir von ihrem familiären Schicksal: Als die Tochter verkündete, sie wolle weg und Kunst studieren, habe sich der Vater ins Eiswasser gelegt. Er hätte gerettet werden können, doch er sagte nur danke und tauchte ab.
Hüttenschlaf mit verzerrten Fratzen, Symbolen, Fischgräten im Schutzhelm, von einer Form in die andere fließend. Kein Zeichner kommt mit bei der Geschwindigkeit, in der sich alles ändert – Themen, Farben, Kulissen.
Clara und Philipp packen ihre Sachen. Aus dem Fenster des Frühstücksraums schaut ein Kind, in der Nähe Kuhglockengeläut, vor mir die aufgehende Sonne und schattige Berge. Ich hänge noch zwischen Traum und Tag, im Wissen, dass der Traum das eigentliche Leben ist, aufregend und wirr.
Jetzt haben wir Urlaub! Seltsam, dass ich dermaßen strahle, wenn ich das verkünde. Die Bildschirmabhängigkeit und Lethargie in unserer Wohnung ertrage ich keinen Tag länger – raus hier, raus! Augen auf für die Welt und füreinander. Dabei ist Urlaub nur eine Idee, ein Konzept. Wenn man das braucht. Brauchen wir. Jetzt.
Patrick überredet mich, bei der Critical Mass mitzuradeln. Meine erste Demo (wie peinlich). Ich entdecke neue Ecken, Freunde, Bekannte und das starke Gefühl, auf dem Rad durch den Wagenburgtunnel abwärts zu sausen. Am Ende des Tunnels blendet uns goldenes Abendlicht, kurz bevor die Sonne hinter dem Berg verschwindet.
Im Traum muss mein Uropa raus aus seinem Haus. Sein ganzes Leben hat er dort gewohnt, jetzt wird es abgerissen. Nana plant einen Sitzstreik, denn das dürfen wir uns nicht bieten lassen – zumal wir nicht wissen, wohin mit ihm. Wir selbst haben testweise ein Haus geplant und bauen lassen: Ein riesiger Lichtschacht in der Mitte sorgt für Tageslicht in allen Etagen. Es gibt kleine Wohnungen, Einzelzimmer, Gemeinschaftsräume und Arbeitsplätze. Alles aus Holz, nur unter der Treppe liegt Teppich – du schüttelst den Kopf darüber. Sonst ist es ein gutes Haus, aber wer weiß, ob wir es uns jemals leisten können. Im Garten steht ein großer Baum, zwischen den Ästen sitzt mein Papa mit Säge. Die Leiter steht zu weit entfernt, ich bin nicht schnell genug, also springt er und lässt sich auf alle Viere ins Gras plumpsen. Sylvia lädt uns ein zu einer alternativen Stadtführung in Feuerbach. Ich bin zu spät dran, auf dem Weg zur Bahn hält jemand mein Rad fest – es ist Sylvia, die ihre eigene Veranstaltung schwänzt. Stattdessen gehen wir zurück zu unserem Haus, das jetzt von Festivalbesuchern besetzt ist. Heute tanzt jeder auf einer anderen Party.